{"id":1047,"date":"2015-02-04T11:38:04","date_gmt":"2015-02-04T10:38:04","guid":{"rendered":"http:\/\/emaa.de\/?p=1047"},"modified":"2016-03-06T12:22:25","modified_gmt":"2016-03-06T11:22:25","slug":"erfolgreiches-forderungsmanagement","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/emaa.de\/?p=1047","title":{"rendered":"Erfolgreiches Forderungsmanagement"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die strategische Herausforderung f\u00fcr das kaufm\u00e4nnische Management<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Welche Probleme sich Unternehmen im Forderungsmanagement stellen und wie sie sich am effizientesten und effektivsten l\u00f6sen lassen, erl\u00e4utert Rudolf H. M\u00fcller in seinem Buch \u201eErfolgreiches Forderungsmanagement\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Es gelingt dem Autor, dieses immer wieder aktuelle Thema zusammenzufassen und einen Leitfaden f\u00fcr dieses Gebiet zu entwickeln, der jede Menge neue effiziente Ans\u00e4tze enth\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Zun\u00e4chst wird das Augenmerk darauf gelenkt, dass Forderungsmanagement im Unternehmen eine rein kaufm\u00e4nnische Aufgabenstellung ist, die erst sp\u00e4ter f\u00fcr den geringsten Teil der F\u00e4lle zur juristischen Aufgabenstellung wird. Da die Unternehmen viele eigene M\u00f6glichkeiten besitzen, die aber h\u00e4ufig nicht genutzt werden, sollte das Forderungsmanagement nicht in einer Unterorganisation der Finanzabteilung angesiedelt werden, sondern entsprechend der strategischen Bedeutung mit einem entsprechenden Gewicht in der operativen Organisation versehen sein. Das ergibt sich schon daraus, dass im Forderungsmanagement u. a. Finanzierungsentscheidungen getroffen werden (k\u00f6nnen), deren Volumen bei KMU durchaus die H\u00f6he des Eigenkaptals \u00fcbersteigen kann. Bei der Einsch\u00e4tzung des Risikos und dessen Steuerung werden im Forderungsmanagement in der Praxis sehr h\u00e4ufig Entscheidungsgrundlagen vorbereitet und mit Daten aufbereitet, die in ihrer Komplexit\u00e4t den Entscheidungstr\u00e4gern nicht vollst\u00e4ndig transparent sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Insoweit betont der Autor v\u00f6llig zu Recht, dass das Forderungsmanagement dem Risikomanagement gleichzustellen ist, einem ganz wesentlichen Element der Unternehmenskontrolle. Es geht also nicht nur darum, aus allen m\u00f6glichen Quellen, die der Autor hier auch benennt, Daten zusammenzutragen, um eine Kreditentscheidung vorzubereiten, sondern es geht auch um die Bewertung dieser Daten und um eine verst\u00e4ndige W\u00fcrdigung der Gesamtsituation, die letztlich die Entscheidung vorbereitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherung gegen Forderungsausf\u00e4lle. Neben den klassischen Instrumenten wie der Warenkreditversicherung oder dem Eigentumsvorbehalt stellt der Autor als Alternative die Exzess-Off-Loss-Versicherung vor, sowie weitere kreative und individuelle L\u00f6sungen wie die B\u00fcrgschaft, die Patronatserkl\u00e4rung oder das un\u00fcbliche, aber sehr effiziente notarielle Schuldanerkenntnis. Dabei beschr\u00e4nkt sich der Autor nicht auf den Deutschen Raum, sondern betrachtet auch den Export in das europ\u00e4ische Ausland einschlie\u00dflich der Zusammenarbeit mit orts-, kultur- und rechtskundigen Partnern, wie beispielsweise EuroCollectNet. Durch die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Dienstleistern k\u00f6nnen auch KMU den Export vermehrt anbieten, ohne dabei ihr Risiko zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Forderungsmanagement bedeutet nicht nur Risikomanagement, sondern auch Liquidit\u00e4tsmanagement. F\u00fcr die Sicherung der Liquidit\u00e4t des Unternehmens gibt Rudolf H. M\u00fcller konkrete und praxistaugliche Empfehlungen: Factoring sollte abweichend von der heutigen Praxis nicht als \u201eletzter Strohhalm\u201c eingesetzt werden, sondern von vorneherein als ein zus\u00e4tzliches Element in den Finanzierungspl\u00e4nen des Unternehmens. Mahnl\u00e4ufe sollten gestrafft werden und auch KMU sollten von den M\u00f6glichkeiten Gebrauch machen, die die Europ\u00e4ische Union inzwischen f\u00fcr die Verfolgung von grenz\u00fcberschreitenden Anspr\u00fcchen vorsieht. Es ist heute kein Problem mehr, Forderungen in Rum\u00e4nien, der Slowakei und auch auf Malta mit einem so einfachen Instrument wie einem Mahnbescheid zu verfolgen. Die Formulare sind in allen Sprachen der Mitgliedsl\u00e4nder im Internet abrufbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Besonderer Verdienst des Buches ist, dass die aktuelle SEPA-Problematik umfassend eingearbeitet ist, ein Thema, mit dem sich die Finanzabteilung eines KMU intensiv auseinandersetzen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Neben diesen angesprochenen Fragen werden in dem Buch die klassischen Problemfelder bearbeitet, wie beispielsweise das Verh\u00e4ltnis Vertrieb und Forderungsmanagement, aber auch unerwartete Themen, wie die Einschr\u00e4nkung von Barzahlungen oder aber das Geldw\u00e4schegesetz \u00fcberhaupt, das f\u00fcr alle Unternehmen gilt, die gewerblich mit G\u00fctern handeln. Hier besteht insbesondere f\u00fcr KMU ein erheblicher Handlungsbedarf, denn zumindest die Gef\u00e4hrdungsanalyse im Rahmen des Geldw\u00e4schegesetzes hat jedes Unternehmen eigenst\u00e4ndig und individuell vorzunehmen. Tut es das nicht, drohen empfindliche Geldbu\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">Insgesamt bietet das Buch eine gelungene Mischung zwischen klassischen und neuen Themen sowie zwischen theoretischen und praktischen Fragestellungen. An vielen Stellen ist erkennbar, dass der Autor \u00fcber einen gro\u00dfen praktischen Erfahrungsschatz verf\u00fcgt, den er mit dem Leser zu teilen bereit ist. F\u00fcr besonders eilige Leser bietet sich die Zusammenfassung am Ende der Kapitel an oder aber die sehr instruktiven Abbildungen, die zum weiteren Studium des Buches verleiten. Ein Buch, das in keinem KMU und bei keinem mit dem Forderungsmanagement Betrauten fehlen sollte. Der Autor Rudolf H. M\u00fcller ist nach Stationen u.a. bei der KPMG Unternehmensberatung seit rund 20 Jahren selbst\u00e4ndiger Unternehmensberater. Der Schwerpunkt seiner T\u00e4tigkeit ist das Forderungsmanagement. Er f\u00fchrt dazu und zu anderen Themen Seminare durch und betreibt das Internetportal <a href=\"http:\/\/www.forderungsmanagement.com\/\" target=\"_blank\">www.Forderungsmanagement.com<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\"><b>Dr. Thomas Voller<br \/>\n<\/b>Rechtsanwalt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die strategische Herausforderung f\u00fcr das kaufm\u00e4nnische Management Welche Probleme sich Unternehmen im Forderungsmanagement stellen und wie sie sich am effizientesten und effektivsten l\u00f6sen lassen, erl\u00e4utert Rudolf H. M\u00fcller in seinem Buch \u201eErfolgreiches Forderungsmanagement\u201c. 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