{"id":836,"date":"2015-02-04T08:22:53","date_gmt":"2015-02-04T07:22:53","guid":{"rendered":"http:\/\/emaa.de\/?p=836"},"modified":"2015-02-04T08:22:53","modified_gmt":"2015-02-04T07:22:53","slug":"reformiertes-berufsausbildungsgesetz-ist-am-1-4-2005-in-kraft-getreten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emaa.de\/?p=836","title":{"rendered":"Reformiertes Berufsausbildungsgesetz ist am 1.4.2005 in Kraft getreten"},"content":{"rendered":"<p>Tuesday 05.04.2005 11:09 Uhr<br \/>\nRubrik: News<\/p>\n<p><strong>Der Bundestag hat am 27.1.2005 das &#8222;Gesetz zur Reform der beruflichen Bildung&#8220; verabschiedet. Nach der Zustimmung des Bundesrates am 18.2.2005 ist es am 1.4.2005 in Kraft getreten (BGBl. 2005 I 931).<\/strong><\/p>\n<p>Das Gesetz hat den Aufbau des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) neu gefasst; es ist jetzt in sieben Teile gegliedert. Behandelt werden die bildungspolitischen Grundlagen der Berufsausbildung, die \u00f6ffentlich-rechtlichen Ordnungsvorschriften, sowie das privatrechtliche Ausbildungsvertragsrecht. Die Regelungen des Berufsbildungsf\u00f6rderungsgesetzes wurden in das Berufsbildungsgesetz einbezogen; das Berufsbildungsf\u00f6rderungsgesetz ist gleichzeitig au\u00dfer Kraft getreten.<\/p>\n<p>Mit dem neuen Gesetz wurden insbesondere die folgenden Punkte umgesetzt:<\/p>\n<p>1. Internationalisierung: Es wird die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, Abschnitte der Berufsausbildung im Ausland durchzuf\u00fchren (\u00a7 2 Abs. 3 BBiG). Die Gesamtdauer des Auslandsaufenthaltes soll ein Viertel der gesamten Ausbildungsdauer nicht \u00fcberschreiten. Die Regelung erm\u00f6glicht es, den Auslandsaufenthalt als integralen Bestandteil der Berufsausbildung zu gestalten. So \u00e4ndert sich der Status des Auszubildenden w\u00e4hrend des Auslandsaufenthaltes nicht, etwa bez\u00fcglich der Verg\u00fctung oder sozialversicherungsrechtlicher Fragen.<\/p>\n<p>2. Modernisierung des Pr\u00fcfungswesens: Verankert wurde die M\u00f6glichkeit der &#8222;gestreckten Abschlusspr\u00fcfung&#8220;, d.h. Teile der Abschlusspr\u00fcfung k\u00f6nnen bereits w\u00e4hrend der Ausbildung abgelegt werden (\u00a7 5 Abs. 2 Nr. 1 BBiG).<\/p>\n<p>&#8211; Der Pr\u00fcfungsausschuss kann zur Bewertung einzelner Leistungen gutachterliche Stellungnahmen Dritter einholen (\u00a7 39 Abs. 2 BBiG). Dadurch soll insbesondere den Berufsschulen die M\u00f6glichkeit gegeben werden, in der Berufsschule erbrachte Leistungen mit in die Bewertung einzubringen.<\/p>\n<p>&#8211; Berichterstatterprinzip: Zur Vorbereitung der Beschlussfassung des Pr\u00fcfungsausschusses \u00fcber die Noten zur Bewertung von Pr\u00fcfungsleistungen, der Pr\u00fcfung insgesamt, sowie \u00fcber das Bestehen und Nichtbestehen der Abschlusspr\u00fcfung kann die Bewertung einzelner Pr\u00fcfungsleistungen an Pr\u00fcfungsausschussmitglieder delegiert werden (\u00a7 42 Abs. 2 BBiG).<\/p>\n<p>3. Durchl\u00e4ssigkeit: Es soll eine bessere Durchl\u00e4ssigkeit der Bildungssysteme in Bezug auf die schulische Bildung und auf die Weiterbildung durch \u00c4nderungen bei der Zulassung zu Pr\u00fcfungen, durch verbesserte Anrechenbarkeit von Vorqualifikationen und Regelung von Zusatzqualifikationen geschaffen werden (vgl. etwa \u00a7 43 Abs. 2 BBiG, \u00a7 49 BBiG).<\/p>\n<p>4. Erprobung neuer Ausbildungsberufe: Es wird eine gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t im Hinblick auf die Entwicklung und Erprobung neuer Ausbildungs- und Pr\u00fcfungsformen geschaffen, indem die Erm\u00e4chtigungsgrundlage f\u00fcr Erprobungsverordnungen erweitert wurde (\u00a7 6 BBiG).<\/p>\n<p>5. B\u00fcndelung der Vorschriften zur fachlichen Eignung (\u00a7\u00a7 27 BBiG ff.) und Neuordnung der Regelungen zur zust\u00e4ndigen Stelle (\u00a7\u00a7 71 BBiG ff.).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tuesday 05.04.2005 11:09 Uhr Rubrik: News Der Bundestag hat am 27.1.2005 das &#8222;Gesetz zur Reform der beruflichen Bildung&#8220; verabschiedet. Nach der Zustimmung des Bundesrates am 18.2.2005 ist es am 1.4.2005 in Kraft getreten (BGBl. 2005 I 931). Das Gesetz hat den Aufbau des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) neu gefasst; es ist jetzt in sieben Teile gegliedert. 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